Buddhistische Weisheit:

"Es gibt nichts Heilsameres

als eine zerstörte Illusion."

 

Li Si

Aktualisiert am: 27.11.2017

 

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Wu Shu (Kampfkunst)

 

Im westlichen Sprachgebrauch ist das  Wort „Wu Shu“ weniger bekannt. Vielmehr aber das Wort „Kung Fu“ (Gong Fu: harte Arbeit), was fälschlicher Weise durch ungenaue Übersetzungen vielfältiger Filme populär gemacht wurde.

 

Wu Shu direkt übersetzt heißt „Kampfkunst“ und ist als Oberbegriff aller chinesischen Kampfkunststile zu sehen. Es schließt das Training einer bestimmten Technik ebenso ein wie einen komplexen Stil und unterscheidet nicht zwischen waffenlosem oder bewaffnetem Kampf.

 

Die chinesische Kampfkunst Wu Shu hat sich über tausende Jahre zu einem modernen Hochleistungssport, weiterentwickelt. Dazu wurde Wu Shu in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Die erste große Sparte heißt „Taolu“ (Form, Choreografie) und die zweite „Sanda“ (Zweikampf, ähnlich dem Boxen).

 

Taolu oder im Deutschen auch Form / Choreografie genannt, wurde von der „Internationalen Wu Shu Federation“ (Sitz in Peking) in traditionelle Formen und moderne Formen eingeteilt. Traditionelle Formen sind alle jene Choreografien, die vor der chinesischen Kulturrevolution in den verschiedensten Teilen in China entstanden sind. Dazu zählen alle Tierstile (Affe, Tiger, Schlange, etc.), Familienstile, regionale Stile z.B. Shaolin oder Wudangstile wie Bagua oder Tai Ji Chuan. Ab 1950 hat sich das moderne Wu Shu aus dem traditionellen Wu Shu herausgebildet. Effiziente Techniken aus dem realen Kampf wurden durch schöne, elegante, ästhetische Techniken und spektakulärer Akrobatik ersetzt. Stark beeinflusst durch die Peking Oper setzt das moderne Wu Shu auf Show und Demonstration und ist für den Wettkampfsport entwickelt worden. Moderne Formen werden zwischen Chang Quan (Nordfaust Form) und Nan Quan (Südfaust Form) unterschieden. Aus diesen zwei Kategorien gibt es mehrere Formen mit und ohne Waffen, von Einsteiger- bis Profiformen.

 



 

Zur besseren Übersicht des Wu Shu Training haben wir es in 5 Säulen aufgeteilt:

 

1. Säule: Erwärmung und Dehnungsarbeit

2. Säule: Grundlagen und Formtraining (ohne Waffen)

3. Säule: Grundlagen und Formtraining (mit Waffen)

4. Säule: reelle Selbstverteidigung

5. Säule: Akrobatik und Krafttraining